Sportplatzbau
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Open-Air-Konzerte: ein Wochenende voller Unheil?

events 003 aufbau abgeschlossenNicht immer wird ein Stadion ausschließlich für Fußball und Leichtathletik genutzt: wird ein Open-Air-Konzert geplant, sind Sportstätten dank vorhandener Infrastruktur oft ideal für solche Veranstaltungen geeignet. Es gibt Tribünen, ausreichend Parkplätze und sanitäre Anlagen. Bei Bedarf kann auch die Flutlichtanlage genutzt werden. Sogar die Kunststofflaufbahn lässt sich meist bedenkenlos mitnutzen. Aber was ist mit dem Rasen?

Die richtige Vorbereitung macht's aus

events 001 aufbau buehneUnser geliebter Sportrasen kann einiges ab, verlangt aber auch entsprechende Pflege. Grundvoraussetzung sind Licht, Luft, Wasser und Nährstoffe. Wenn ein Konzertveranstalter nun den Rasen für Steh- und Sitzplätze nutzen will, sollte der Rasen abgedeckt werden. Ideal sind Rasenschutzplatten, welche die Last der Besuchermassen gleichmäßig verteilen und den Rasen vor mechanischer Beschädigung schützen.

events 002 bodenschutz verlegenDas Hauptproblem dabei: dem Rasen fehlt Licht. Die Platten sollten daher erst kurz vor dem Konzert ausgelegt und sofort nach dem Konzert wieder abgeräumt werden. Jeder Tag an dem der Rasen unnötig abgedeckt ist, schwächt die Gräser. Je nach Witterung und Temperatur sterben die Gräser nach einer gewissen Zeit ab. Erfahrungsgemäß ist das Abdecken für 1-2 Tage, bei entsprechender Vorbereitung, problemlos möglich. Beim Auslegen ist besonders auf die Verwendung von leichten, rasenbereiften Fahrzeugen zu achten.

Revolverheld und Unheilig in Baunatal

Im Sommer 2016 feierte die Stadt Baunatal ihren 50. Stadtgeburtstag. Zu den Höhepunkten des Festes gehörten die zwei Konzerte im Baunataler Parkstadion. Am Freitag dem 24.06. traten Revolverheld auf und am darauffolgenden Samstagabend fand ein Abschiedskonzert der Band Unheilig mit 12.000 Besuchern statt.  

Für die Pflege der Sportanlagen in Baunatal sind Uwe Herkt und Burkhardt Kilian zuständig. Die beiden Fachleute teilten die berechtigte Sorge, dass dem „heiligen Rasen“ ein Wochenende voller Unheil drohte. Das Besondere dabei war, dass der Rasen erst im Jahr 2015 neu verlegt wurde. Der INTERGREEN-Fachbetrieb Friedrich Klei Landschafts- und Sportstättenbau aus Baunatal Großenritte war im Vorjahr mit der Rasensanierung im Stadion beauftragt und hatte den Rasen gegen einen neuen, sehr scherfesten und dichten Fertigrasen getauscht.

Weniger Rasen ist mehr

Schon 2015 war allen Beteiligten klar, dass man gut vorbereitet in das Konzertwochenende gehen sollte. Die Strategie der Platzwarte und dem beratend tätigen Bereichsleiter der Firma Klei, Sebastian Leitner, war es, den Rasen vor dem Konzert möglichst auf den Punkt genau mager und „hungrig“ zu halten. Ziel war es dabei, wenig Blattmasse unter der Abdeckung zu haben, so dass die reduzierte Luftzufuhr ein geringeres Problem darstellte. Ebenso wurde die Wasserzufuhr reduziert; ein starkes Gewitter hätte den Plan natürlich negativ beeinflusst. Zwei Tage vor dem Konzert wurde der Rasen dann mit einem Rasenlangzeitdünger gedüngt. Der umhüllte Dünger benötigt immer eine gewisse Zeit bis die Wirkung einsetzt, daher wurde ein Zeitpunkt kurz vor dem Konzert für die Ausbringung des Düngers gewählt.

Die Stunde der Wahrheit

Die Stunde der Wahrheit stand am Montag nach den Konzerten an: die Platten waren komplett abgeräumt und es ging gemeinsam zur Schadensaufnahme. Das Ergebnis stellte alle zufrieden – fast keine Schäden am Rasen und bis auf die etwas sehr kühlen Temperaturen ein gelungenes und spannendes Festwochenende.

Leichte Nutzungsspuren waren zwar zu sehen, aber es handelte sich dabei nur um Abdrücke der Schutzplatten in der Grasnarbe (keine Setzungen oder Fahrspuren). Mittels Rasenstriegel und Vertikutierer hatte Herr Kilian die Spuren schnell beseitigt. Die Gräser stellten sich zügig auf und nach zwei Rasenschnitten war vom Konzert nichts mehr zu sehen – bis auf eine kleine Fehlstelle, wo scheinbar heißes Wasser verschüttet wurde. Eine Rolle Fertigrasen genügte zur Beseitigung des Schadens.


Fazit: Events wollen gut vorbereitet sein und man sollte ein besonderes Augenmerk auf den Rasen legen, dann gelingt die Wiederaufnahme des Spiel- und Trainingsbetriebs viel schneller und vor allem kostengünstiger. In jedem Fall berät Sie Ihr INTERGREEN-Fachberater gern auch bei solchen Veranstaltungen rund um das Thema Sportplatzpflege.